Es sind nicht die Kantone, die uneins sind. Die Erziehungsdirektorenkonferenz ist in dieser Sache sogar überraschend einig. Aber die Verhältnisse in den Kantonen sind nur schon wegen ihrer Sprachensituation ungleich. Der EDK-Sprachenbeschluss von 2004 ist verbindlich. Er legt messbare Sprachkompetenzen («Standards») für die Muttersprache wie für die beiden Fremdsprachen fest, welche die Schüler in der ganzen Schweiz zu einem ebenfalls bestimmten Zeitpunkt erworben haben müssen . Das heisst, dass die am Ende des 6. Schuljahres zu erreichenden Fremdsprachen-Standards spätestens 2013/14 verbindlich sein werden. Jeder Kanton, der sich durch Beitritt zum Konkordat auf diese Standards verpflichtet, wird folglich mit dem Fremdsprachenunterricht spätestens in der dritten Primarschulklasse beginnen müssen und das spätestens 2010/11. Die Standards selber werden ab 2008 definiert, damit jene Kantone und Regionen, welche – wie zum Beispiel Zürich – den Sprachenbeschluss schon früher verwirklichen wollen, ihre Ziele und Evaluationsmethoden rasch darauf ausrichten können.